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Der Ehrenkodex der Wattfahrer

Die Soltwaters Wattsegler Vereinigung e.V. hat schon vor 20 Jahren einen Ehrenkodex für Wattfahrer erstellt. Diesem Kodex fühlen wir uns als Segler und Liebhaber des Weltnaturerbe Wattenmeer verpflichtet:

Verhalte Dich im Watt…

…als seist Du Gast bei Mutter Natur. Das Wattenmeer ist ein Gebiet, in dem Stille herrscht. Berücksichtige dies bei allen Deinen Aktivitäten, vermeide laute und hektische Motorengeräusche, unnötige klappernde Segel, laute Radiomusik, um nur einige Beispiele zu nennen.

Fühle Dich verantwortlich…

…für das Verhalten Anderer, besonders der eigenen Besatzung. Oft werden Störungen aus Unwissenheit verursacht, nicht aus Mutwillen. Ein Skipper kann – neben seiner nautischen Verantwortung – seiner Besatzung die Besonderheiten und Schönheiten des Watts nahebringen und sie gleichzeitig zu naturgerechtem Verhalten anleiten.

Wirf nichts über Bord…

…besonders keine Dosen oder Flaschen, kein Plastik, Öl oder Farbreste. Für den Haushaltsmüll gibt es Mülltüten, die in jedem Hafen entsorgt werden können.

Respektiere Sperrgebiete…

…Es gibt eine Reihe von Ruhezonen, die in den entsprechenden Seekarten verzeichnet sind. Sie sollen die empfindlichsten Pflanzen und Tierarten das Wattenmeeres vor jedmöglicher Störung bewahren, natürlich besonders während der Brutzeit, jeweils vom 1.4. bis 31.7. eines jeden Jahres.
Beunruhige keine Seehunde oder Vögel, auch nicht, um sie zu fotografieren. Seehunde sind von Natur aus sehr neugierig. Bei ruhigem Verhalten von Schiff und Besatzung, kann man durchaus erleben, dass sich Seehunde direkt am Schiff zeigen. Halte trotzdem Abstand und versuche nicht, dich den Tieren zu nähern.

Erfahrungsbericht: Drehflügelpropeller „VARIPROFILE“ von SPW GmbH

Ist ein Segelboot mit Festpropellern überhaupt noch ein Segelboot? Kann es sein, dass man pro 16 Zoll Festpropeller bei einem Segel-Katamaran einen hydrodynamischen Widerstand von 150-300 Newton akzeptiert, ohne dass beim Segeln die Mundwinkel runtergehen?

Was war das teilweise für ein Höllenlärm, wenn wir die Getriebe im Leerlauf hatten, wenn man ab etwa 8 Knoten den Eindruck hatte, das Getriebe fliegt auseinander! Oder wenn dann der Gang des Saildrives eingelegt wurde, um das Getriebe zu schonen – das Rumpeln des Wasserwiderstands, der an dem Saildrive gezerrt hat!

Alles vorbei!

Auf der Boatfit 2011 war es soweit: die Entscheidung fiel gegen Faltpropeller zugunsten von Drehflügelpropellern aus dem Hause SPW GmbH in Bremerhaven.

Die Montage gestaltete sich einfach, man sollte den passenden Drehmomentschlüssel haben oder kaufen (Proxxon, ca 50 EURO).

Schon beim ersten Segeln, beim Überführungstörn dann bei 4-5 Beaufort die Offenbarung: unser Boot lief leicht und behände. Der Wasserabriss am Heck, und das Kielwasser haben nicht mehr diese extremen Turbulenzen, wie es noch bei den Festpropellern war.

Wochenende auf Wangerooge – saukalt, aber schön

Bei einem kräftigen NW (4) mussten wir gegen Strom und Wind die Jade hochkreuzen. Leider war es mit 12°C und gefühlten 8°C lausig kalt. Dafür hat uns der Sonntag mit stillem Wetter und viel Sonne die erste Saisonbräune beschert. Auch ein paar Schweinswale haben wir gesehen.

Hier die Impressionen von Wangerooge Ost:

 

Überführungstörn 2011 – Sommerwetter am 2. April

Vom 1. April bis 3. April haben wir unsere Athena 38 „Calista“ von Berne nach Hooksiel überführt.

Dabei haben wir am Freitag, den 1.4. in Elsfleth übernachtet, weil wir auf der Großherzogin Elisabeth unser letztes Multihuller-Treffen in der vergangenen Wintersaison hatten.

Am Samstag dann blauer Himmel, Sonnenschein und 20°C. Leichter Südwind, später vor Wangerooge dann bis 4-5 Beaufort zunehmend konnte unsere Athena 38 dann zeigen was sie drauf hat: mit den neuen VARIPROFILE Drehflügel-Propellern läuft das Boot deutlich leichter. Das Kielwasser zeigt nur geringe Turbulenzen.

Am Abend, in Wangerooge Ost, gab es einen total kitschigen Sonnenuntergang.

Wundervolles Wetter am 1. April 2011

 

Dragonfly 1000 vor Wangerooge Ost trocken gefallen

Törnplanung: Sommertörn 2011 nach Stockholm zum IMM 2011

Diesen Sommer planen wir einen Törn zum Internationalen Multihull Meeting 2011 in Schweden/Stockholm. Pro Strecke sind mindestens 600 Seemeilen auf kürzestem Kurs fällig. Voraussichtlich werden wir folgende Strecken segeln:

  • Von Hooksiel durch den Nord-Ostsee-Kanal
  • Kiel nach Darß
  • Darß nach Bornholm
  • Bornholm nach Utklippan
  • Utklippan – Kalmar
  • Kalmar – Vaestervik
  • Vaestervik nach Stockholm

Auf dem Rückweg soll Gotland und Godska Sandoen besucht werden. Der Kurs wird natürlich nach Wind und Wetter auf dem Törn angepasst werden. Beim Segeln weiss man ja nie 😉

Von Nach Seemeilen
Hooksiel Brunsbüttel 60
Brunsbüttel Kiel-Holtenau 50
Kiel-Holtenau Darß 93
Darß Rönne/Bornholm 84
Rönne/Bornholm Utklippan/Schweden 68
Utklippan/Schweden Kalmar 50
Kalmar Vestervik 75
Vestervik Stockholm 126
Summe 606

Woher kommen die gelb-braune Verfärbung des Himmels über der Nordsee?

Schon einige Male habe ich mich gewundert, warum über der Nordsee gelb-braune Schlieren bei klarem Himmel schweben. Besonders deutlich wird das in den Nachmittags- Abendstunden bei ruhigem Wetter. Klar war zu beobachten, dass die Abgasspuren von den „dicken Pötten“ kommen. – Klarer Fall von Umweltverschmutzung…

Nun weiss ich auch warum:

„Sondermüll als Treibstoff
Ruß ist neben Schwefeldioxid, Stickstoffoxid, Benzol und Kohlendioxid einer der giftigen Reststoffe, die täglich in gigantischen Mengen aus den Schornsteinen von weltweit etwa 100.000 Ozeanriesen qualmen. Die meisten dieser Schiffe, ganz gleich ob Container-, Passagier- oder Kreuzfahrtschiff, tanken den minderwertigsten und billigsten aller Treibstoffe: Schweröl, ein teerartiger Abfallstoff der Erdölveredelung, der an Land wie Sondermüll behandelt wird.“

Das Zitat stammt aus diesem hochinteressanten Artikel aus der NABU Zeitschrift vom Januar 2011. Diesen Artikel möchte ich hiermit empfehlen.
Schiffsabgase schädigen Mensch und Umwelt

Segeln im Weltkulturerbe Wattenmeer

Trockenfallen, Natur genießen. Die Seele baumeln lassen und Weite erleben. „Wie das Land, so das Wattenmeer“ oder so ähnlich… Wir lieben das Segeln und Leben im Wattenmeer. – Eine Natur, die unseren Respekt und besonderen Schutz genießt. Teilweise irritieren die Gegensätze – hier die scheinbar unberührte Natur, dort, am Horizont zwei Handvoll Tankschiffe. Ein paar Kilometer weiter entsteht der grösste Tiefwasserhafen… Natur & Mensch, Wirtschaft und Naturschutz, wie kann das zusammen gehen? Und dann noch Naturliebhaber wie wir, die in der Tradition der Menschen, die seit Jahrhunderten mit Kleinschiffen in und mit dem Wattenmeer fahren, die die Nähe zur Landschaft und Natur suchen… Konflikte der Interessen zwischen Naturschutz, Wirtschaft und Tourismus bzw. Sportschifffahrt sind vorprogrammiert. – Deswegen ist es für uns selbstverständlich, dass wir uns dem Ehrenkodex der Wattfahrer angeschlossen haben und Mitglieder bei der Soltwaters Wattseglervereinigung e.V. sind.